Die Verpackung zählt!

Die Verpackung zählt!

Sabine Altena

Im Rahmen der #supporther Academy, powered by COSMOPOLITAN, gibt uns Sabine Altena einen humorvollein Einblick welche Rolle Selbst-Marketing, Auftreten & Authenzität beim Thema Personal Branding spielen:

Warum steht auf Gummibärchen „fettfrei“? Welche Nudeln kaufst Du im Supermarkt? Und warum kaufst du die total schöne, aber total unpraktische Jacke?

Als schlaue Frau ahnst Du natürlich spätestens anhand der Überschrift: wegen der Verpackung. Verpackung macht ein gutes Gefühl – und wenn da 20 Packungen mit Nudeln sind, schaust du vielleicht nach dem Preis (auch eine Art der „Verpackung“), und ansonsten ist es die Verpackung aus Karton oder Plastik, der wir Vertrauen schenken. Gutes Gefühl. Und das ist nicht nur bei Nudeln oder Gummibärchen wichtig – auch bei Menschen.  Personal Branding ist also ganz viel: Verpackung. Aber was ist das genau in diesem Fall? Irgendwas mit Marketing und Nische und… Auftreten? Authentizität? Okay, klingt alles super. Nur, was ist es konkret?

Was heißt eigentlich “authentisch”?

Lasst uns dazu kurz abtauchen in meine dunkle Vergangenheit. Vor meiner Zeit als Coach und Speaker war ich bereits 20 Jahre lang „Personal Brand“ – als Radio- und TV Moderatorin. Und ich weiß es noch wie heute – bei jedem Fernseh-Casting hat irgendjemand vor den Probe-Aufnahmen zu mir gesagt:

„Du Sabine, sei einfach du selbst!“ Mh. Is klar. In aller Liebe: Was ein Bullshit.

Denn: Wann sind wir denn „wir selbst“? Schau Dir mal alle Deine Rollen an: als Kollegin, Chefin, Angestellte, Unternehmerin, Mama, Ehefrau, Partnerin, Geliebte, Kind, Enkelkind, Freundin, Vereinsmitglied, Elternsprecherin – whatever! Sind diese Rollen alle gleich? Nein! Und dann beame dich doch mal zurück… in dein Leben vor 8 Jahren… vor 20 Jahren… bist du immer noch genau dieselbe wie damals? Nein!!! Du, dann sei jetzt doch einfach mal DU SELBST!

Ihr merkt schon – nicht ganz so einfach mit der „Authentizität“. Ich mache viele Trainings und Coachings zum Thema Charisma und WOW-Effekt speziell für Frauen. Weil ich aus jahrzehntelanger Erfahrung weiß: es ist lernbar. Und: es ist wichtig, das zu lernen! Ich erinnere mich an den Anfang meiner Trainerkarriere. Ich war Anfang 30 und hatte fiese Herausforderungen: 50-jährige Silberrücken (pardon: männliche Trainingsteilnehmer), die breitbeinig und zurückgelehnt im Stuhlkreis saßen und mich anglotzten à la: Na Blondie…? Was willst DU mir denn beibringen? Puh, also um aus der Nummer sauber rauszukommen, lohnt sich ein bisschen Vorbereitung.

Authentizität liegt im Auge des Betrachters.

Schauspieler werden darauf trainiert, authentisch wahrgenommen zu werden. Vielleicht hast Du in deinem Freundes-Umfeld auch ein paar „Schauspieler“, die ihre Rollen („der Supererfolgreiche“, „das Opfer“) auch super verkörpern. Und steckt rein gar nichts dahinter. Mir ist es wichtig, dass Du das verstehst – denn du kannst es im besten Sinne nutzen. Gleich zeige ich Dir, wie du eine noch großartigere Verpackung bekommst – für den wunderbaren Menschen, der du eh schon bist. All das, was andere von Dir wahrnehmen: sehen, hören, riechen, fühlen. Wir sprechen über Körpersprache, Stimme, Kommunikation, Style!

Wie entsteht eigentlich dieses “gewisse Etwas”?

Dieses Leuchten, das charismatische Menschen haben? Nein, es liegt nicht am Puder mit Glitzerpartikeln. Das Leuchten kommt von innen. Und da sind wir schnell bei Themen wie Werte, Ansichten, Erlebnisse, Weltsichten, Selbstliebe und Dankbarkeit. Megawichtige Themen, durch die alle meine Coachees dürfen und müssen auf dem Weg zur strahlenden Persönlichkeit. Denn nur, wenn du mit dir ehrlich bist, dich selbst herausforderst, beobachtest und irgendwann gut kennst, kannst du anfangen, dich rundum zu lieben. Dich – und die Welt, in der du dich bewegst. Das ist das nachhaltigere WOW – von innen. Und hier, im Kern, entsteht dann auch ein Gefühl von „das bin ich, in der Essenz“. Immerhin.

Das WOW entsteht außen wie innen!

Wir fassen zusammen: Je besser du dich und dein Leben findest, desto einfacher und natürlich strahlend gehst Du auch durch die Welt. Das nennt man dann: Begeisterung. Nun gibt es etliche Menschen, die sind Vulkane der Beisterung – aber eher so… innen. Das ist beim Personal Branding eher suboptimal. Gehen wir doch gleich in den Businesskontext: Ich als Deine Chefin oder potentielle Kundin will sehen, dass Du begeistert bist – von der Sache, dem Produkt, von dir! Woran würde ich von außen merken, dass du begeistert bist? Hier die kleine Checkliste für dich:

  1. Körperhaltung: Königin! Aufrecht, keine hektischen Bewegungen

2. Mimik: Strahlend! Offen, Lächeln, Lachen – wenn es thematisch nicht gerade um eine Beerdigung, Krankheiten, Corona oder Massenentlassungen geht.

3. Blickkontakt!! Immer ein Zeichen von Selbstvertrauen und Interesse.

4. Stimme: klar, ruhig, ein bisschen lauter als du normal sprichst. Üben vor dem Spiegel!

5. Pausen! Die beste Technik der Welt. Nicht nur von Frauen gehasst. Aber sie verleiht dir unglaubliche Souveränität. Du kriegst das hin mit der Pause. Alles eine Frage der Übung.

6. Gestik: gerne ein bisschen ausladender als sonst! Bescheidenheit ist keine Zier, auch nicht, wenn du deine Worte mit Händen und Armen untermalst. Ein bisschen mehr Italien an dieser Stelle für uns alle!!

7. Rhetorik: einfach, klar, auf den Punkt. Nein, du machst keine Pluspunkte mit Fremdwörtern, Fachtermini und Schachtelsätzen. Nein, Du wirst nicht als intellektuell wertvoller wahrgenommen. Höchstens als anstrengend.

8. Humor und elegante Schlagfertigkeit sind zwei Dinge, die von Frauen klassisch unterschätzt werden. Sie machen deine Personal Brand stärker, also ja, bitte im Business reichlich benutzen!

9. Kommunikation generell: mach dich charismatisch, in dem du dich für den anderen interessierst. Raus aus dem Sende-Modus! Zuhören. Fragen. Zuhören.

10. Style: Kleidungsstil und Hairstyle  – klassisch überschätzt? Mitnichten. Als smarte Frau weißt du natürlich: Kleider machen Leute. Was war also das erste, was ich gegen renitente Silberrücken in Seminarräumen unternommen habe? Eine coole Brille. Mit Fensterglas. Machte mich im Nu äußerlich zu Frau Prof. Dr. Dr., fühlte sich auch so an – und hatte äußerst erstaunlich Erfolge. Ansonsten halte ich es mit der Kleidung wie mit meinem Sprach- und Dialekt-Repertoire: Ich passe mich so natürlich wie möglich dem Gegenüber  an – um es für ihn/sie einfacher zu machen, mit mir zu klicken. Codex bleibt Codex. Heißt konkret: In der internationalen Unternehmensberatung laufe ich nicht im Hoodie ein und bei Studenten lass ich das Kostümchen oder den Blazer im Schrank. Sowohl der Hoodie als auch der Blazer sind aber beide absolut nach meinem Geschmack. Got the concept?

Mehr zum Thema Hairstyling und wie Du Deine Personal Brand mit Deinem Signature Look unterstreichen kannst, verraten wir Dir in der digitalen Styling Lounge am 28. Mai im [email protected] , 17:00 Uhr mit Stylistin Tess von ghd Deutschland.

Wir haben Dein Interesse geweckt? Dann seid dabei, bei dem Afterwork @ Wohnzimmer Workshop, am 28.Mai!

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