Die wichtigste Eigenschaft für die Zukunft? Empathie!

Die wichtigste Eigenschaft für die Zukunft? Empathie!

Beierl, Nina

Im Rahmen der #supporther Academy, powered by COSMOPOLITAN, haben wir Magdalena Rogl gefragt, was sie sich für eine Female Future wünscht.

Als Teil der Generation Y engagiert sich Lena seit über 10 Jahren in der Online Welt. 2016 hat sie dann als Head of Digital Channels bei Microsoft Deutschland die Verantwortung für Social Media, Newsroom & Influencer Relations übernommen. 2017 wurde Lena mit dem Digital Female Leader Award ausgezeichnet. Der #supporther Academy, powered by COSMOPOLITAN nennt sie ganz klar Empathie als Wunsch für eine Female Future. Ihr Appell? Stets offen für Neues zu sein, denn neue Blickwinkel helfen uns empathischer zu werden.

Mein Traumjob war immer mit Kindern zu arbeiten. Deshalb habe ich das Gymnasium nach der 10. Klasse verlassen und eine Ausbildung zur Kinderpflegerin gemacht. Diese Ausbildung und die fünf Jahre, die ich in diesem Bereich arbeiten durfte sehe ich heute noch als eine der wichtigsten und lehrreichsten Phasen meines Lebens. Ich konnte viel über die Grundlagen von Psychologie und Pädagogik lernen, wie unterschiedlich Menschen sind, wie wichtig es ist, verschiedenen Perspektiven einnehmen zu können, sich selbst zu reflektieren, nachzufühlen wie andere Persönlichkeiten reagieren und darauf eingehen zu können.

Jetzt, mehr als 10 Jahre später, arbeite ich als Head of Digital Channels bei Microsoft, beschäftige mich mit Unternehmenskommunikation, Social Media und Digitalthemen.

Auch, wenn ich mich hier in einer ganz anderen Welt bewege, sehe ich jeden Tag, wie wichtig Empathie in der Arbeitswelt ist – ganz egal in welcher Branche.

Was Menschen und Unternehmen für die Zukunft brauchen:

Laut World Economic Forum sind die wichtigsten Skills für die Zukunft:

  1. Problemlösungsfähigkeit
  2. Kritisches Denken
  3. Kreativität
  4. People Management
  5. Abstimmung mit anderen
  6. Emotionale Intelligenz
  7. Beurteilen und entscheiden
  8. Service Orientierung
  9. Verhandlungsfähigkeit
  10. Kognitive Flexibilität

Wenn wir uns kurz Zeit nehmen, die Bedeutung dieser Punkte zu reflektieren, wird klar, dass alle genannten Fähigkeiten eng mit Empathie und Emotionalität – mit Menschlichkeit – zusammenhängen.

Für Organisationen und Unternehmen sieht das World Econmic Forum Diversität und Inklusion als entscheidenden Erfolgsfaktor für deren Zukunftsfähigkeit. Erfolgreiche Organisationen profitieren von den unterschiedlichen Meinungen, Fähigkeiten und Lebenserfahrungen ihrer Mitarbeiter*innen.

Um das volle Potenzial dieser menschlichen Vielfalt ausschöpfen zu können, müssen Unternehmen unterschiedliche Talente einstellen und eine integrative Arbeitskultur schaffen, die von einem grundlegenden Sinn für Zugehörigkeit, Fairness und Gerechtigkeit ausgeht.

In solchen diversen Teams gewinnt dann Empathie noch mehr an Bedeutung. Weil mehr und mehr unterschiedliche Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Lebenserfahrungen miteinander arbeitern werden. Weil es nicht nur um uns und unsere eigenen Gefühle, unsere Persönlichkeit, sondern auch um die der anderen geht und darum, welche Emotionen unser Verhalten bei anderen auslöst und wie unsere Emotionen interagieren.

Wir müssen deshalb miteinander reden, zuhören und voneinander lernen.

Mehr Empathie, mehr Menschlichkeit

Wenn wir einen Blick in die Zukunft werfen, wird klar, warum den vom World Economic Forum genannten Skills so eine große Bedeutung zugeschrieben wird: Wir werden nämlich immer öfter mit und neben künstlichen Intelligenzen und Robotern arbeiten. Und dann sind es genau diese Eigenschaften, die wir brauchen: Empathiefähigkeit, Emotionalität und Menschlichkeit.

Um diese Fähigkeiten für die Zukunft zu entwickeln, brauchen wir ein Umdenken in der Arbeitswelt. Menschen sollten nicht mehr als Ressourcen, sondern als komplexe, emotionale Individuen gesehen werden. Aus Human Resources sollten Human Relations werden.

Bei der Auswahl von Mitarbeiter*innen und Kolleg*innen, sollten wir darauf achten, wie sie mit Emotionen umgehen und ob sie bereit sind, ihre eigenen Emotionen empathisch zu reflektieren und zu nutzen, um sich weiterzuentwickeln.

In der Aus- und Weiterbildung sollten Psychologie und Pädagogik eine große Rolle spielen. Das Lernen von emotionaler Sprache, von Empathie, sollte genauso anerkannt und gefragt sein, wie das Lernen einer Programmiersprache.

Emotionalität und Empathie sind aus meiner Sicht die Grundlagen von Leadership. Und Leadership bedeutet für mich nicht Führung, sondern vor allem Vorbildfunktion. Jeder kann ein Vorbild sein, ganz gleich auf welcher Position und in welcher Funktion.

Vor allem sollten wir alle versuchen ein Vorbild für uns selbst zu sein. 

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Lena verrät der #supporther Academy, powered by COSMOPOLITAN Empathie als Ihren Wunsch für eine Female Future. Was wünschst Du Dir für die Zukunft? Du hast jetzt die Möglichkeit Lena & spannenden Guest Speakern Deine persönlichen Fragen zu stellen.

Sei dabei & diskutiere mit, in unserem Jubiläums Panel am 01. Oktober.

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