Eine #FemaleFuture braucht mehr weibliche Gründerinnen!

Eine #FemaleFuture braucht mehr weibliche Gründerinnen!

Beierl, Nina

Im Rahmen der #supporther Academy, powered by COSMOPOLITAN, haben wir mit Gründerinnen Ann-Sophie und Sinja über die Kraft von Gründungsideen gesprochen. Ihre Devise? Wenn Du auf die “richtige” Idee wartest, gründest Du wahrscheinlich nie.

Ann-Sophie hat gemeinsam mit ihrer Mitgründerin, Sinja, The Female Company gegründet. Ihre Mission? Die Enttabuisierung der Periode.

Durch ihren Lieferservice landen Bio-Tampons, Bio-Slipeinlagen und Bio-Binden mittlerweile monatlich im Briefkasten von über 30.000 Kundinnen. Aber auch Bio-Wochenbettbinden für Mamas sind mittlerweile im Online-Shop verfügbar. Ohne Chemikalien und Pestizide. Und pro Abo wird eine Frau in Indien mit einer waschbaren Stoffbinde versorgt.

Auf ihre Reise als Gründerinnen nehmen Ann-Sophie und Sinja ihre Community bei Instagram @thefemalecompany seit Beginn mit. Vom ersten XXL-Tampon auf dem Autodach bis hin zur Einladung der Vereinten Nationen zur Frauenrechtskommission nach New York.

Doch zu Beginn war nicht jeder begeistert von ihrer Gründungsidee – selbst der engste Freundinnenkreis nicht. Im Rahmen der #supporther Academy, powered by COSMOPOLITAN erklärt Sinja die Kraft der Gründungsidee. Sie verrät, dass und vor allem die Suche nach Gründungsideen selbst aufhält und worauf es wirklich ankommt.

Ob ich schon immer davon geträumt habe, ein ‚Perioden-Startup‘ zu gründen? Sicher nicht. Im Gegenteil: Selbst als uns die Idee für The Female Company kam, sind keine Feuerwerke explodiert oder Funken der Erleuchtung gesprungen – wir waren maximal amüsiert über die Vorstellung, dass wir als Marketingaktion einen 2 Meter großen Riesentampon auf mein Mitsubishi Colt Autodach schnallen könnten.

Ich hatte schon extrem viele Ideen vor The Female Company ..

Modulare Bettensysteme zum Beispiel. Einen Breakfast-Delivery-Service per Fahrrad. Oder die Idee eines Last Minute Geschenkelieferservices mit lokalen, stationären Stationen.

An manchen Ideen arbeiteten wir tatsächlich, nur irgendwas passte meistens nicht. Einmal sprang unser Entwickler ab und wir fanden keinen neuen, einmal kostete der Prototyp bereits mehrere tausend Euro… Was ich damit sagen möchte: Ideen gibt es wie Sand am Meer.

Es gibt einen Satz, den ich trotzdem ständig höre – besonders von jungen Frauen: „Ich kann mir schon vorstellen zu gründen, aber warte noch auf die richtige Idee.“ Ich denke, was wir damit meinen ist eine Idee, die uns vom Hocker haut und die neuartig und innovativ ist. Bei der alle Freunde sagen „Auf sowas habe ich schon immer gewartet.“

Breaking news:

Das wird es so nicht geben. Ich könnte wetten, dass viele Menschen Jeff Bezos sagten „Nein, Bücher würde ich nicht online kaufen. Ich mag die Beratung und die Atmosphäre in der Buchhandlung so gerne.“

Aber wie kommt man nun von einer Idee zur Gründung?

Learning Nummer 1: Ideen gibt es wie Sand am Meer.

Hast du eine gefunden, für die du eine große Vision hast? Bei der du potentiell einen sehr großen Markt oder eine kaufkräftige Nische erreichen kannst? Dann teste sie. Du wirst innerhalb weniger Wochen und Monate merken, ob aus deiner Idee etwas oder doch lieber nichts wird.

Learning Nummer 2: Schnellstmöglich von Idee zu „Proof of Concept“.

Für diesen „Test“ aka. einen ersten „Proof of Concept“, brauchst du auch noch keine 25.000 € in eine GmbH Gründung stecken. Natürlich bringt es aber auch nichts, monatelang am theoretischen Konzept oder vielleicht sogar ein ganzes Jahr ein Produkt zu entwickeln, von dem du nicht weißt, ob es sich überhaupt verkauft.

Für einen ersten Test reicht eine Landingpage, die du z.B. leicht mit Instapage bauen kannst. Versuche, dein Geschäftsmodell dort gut zu erklären und schalte eine Paid Ad bei Facebook/Instagram. Die Ergebnisse verraten dir viel über deine Zielgruppe und ob die Kosten-Umsatz-Relation (KUR) für Interesse spricht.

Aber dafür brauche ich doch mein finales Produkt?“ In den meisten Fällen reicht ein MVP oder eine Entschuldigung an die Kundin, dass du aktuell nicht lieferfähig bist.

Learning Nummer 3: Ask an expert.

Da wir zugegebenermaßen nicht allzu viel über die Produktion von Periodenprodukten wussten, haben wir uns früh mit Herstellern zusammengesetzt und dabei viel über Markt und Produktion gelernt. Dabei gilt meistens: Einfach anrufen und hartnäckig bleiben.

Learning Nummer 4: Build your community early.

Du brauchst kein finales Produkt, um eine Community aufzubauen. Menschen interessieren echte Geschichten und Transparenz und lieben es, auf der Reise mitgenommen zu werden. Schon vier Monate vor unserem offiziellen Launch konnten unsere neu gewonnenen Follower bei Instagram @thefemalecompany all unsere Schritte und auch Fails miterleben.

Learning Nummer 5: In der Umsetzung liegt die Power!

Wenn du das Gefühl hast, einen ersten „Proof of Concept“ zu haben, kann’s losgehen. Ab jetzt gilt, durchziehen und an die Vision glauben. Auch wenn’s manchmal steinig ist. Setze dir wöchentliche Ziele wie „Bis Freitag 200 Testerinnen anrufen“ oder „500 Kundinnen bis Ende des Monats“.

Unser Appell? Stay focused!

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Ann-Sophie & Sinja erklären der #supporther Academy, powered by COSMOPOLITAN die Kraft von Gründungsideen. Doch, was wünschst Du Dir für die Zukunft? Du hast jetzt die Möglichkeit Sinja & spannenden Guest Speakern Deine persönlichen Fragen zu stellen.

Sei dabei & diskutiere mit, in unserem Jubiläums Panel am 01. Oktober.

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