Veränderung ist immer eine Chance… betrachte es als Abenteuer!

Veränderung ist immer eine Chance… betrachte es als Abenteuer!

Womenected

Im Rahmen der #supporther Academy, powered by COSMOPOLITAN, haben wir mit Unternehmerin Eva Jubitz über den Mut gesprochen, das eigene Leben selbst zu gestalten.

Als wir Eva, Gründerin von womenected, in München treffen, schiebt sie gerade ihr Fahrrad um die Ecke und spricht konzentriert und lachend auf Englisch in ihr Handy. Kaum hat sie aufgelegt sagt sie „Das war gerade mein spanischer App-Entwickler. Einer der großen Vorteile des Unternehmerseins ist, man kann sich die Menschen aussuchen, mit denen man arbeiten möchte. Ist das nicht toll?“. Die Energie wirkt ansteckend und wir bekommen eine erste Ahnung davon, dass hier nicht nur eine Frau mit dem Mut zur Veränderung vor uns steht. Im Rahmen der #supporther Academy, powered by COSMOPOLITAN erzählt uns Eva von Ihrem Mut, das eigene Leben selbst zu gestalten und seine Überzeugungen zu leben.

Veränderung beginnt bei einem selbst und man kann den Umgang damit lernen, davon bin ich überzeugt. Ich habe es immer als großes Glück empfunden, dass ich mit vielen Freiheiten aufgewachsen bin und meine Eltern mich haben machen lassen. Für sie, insbesondere für meine Mutter, war es nie ein Argument mir etwas zu verbieten, weil ich ein Mädchen bin. Obwohl wir nicht besonders wohlhabend waren, war es selbstverständlich, dass ich studieren könnte, sofern ich das will.

Unbekanntes Italien – Brücken abbrechen um neue zu bauen

Nachdem Studium und einer intensiven Bewerbungsphase hatte ich plötzlich zwei Arbeitsverträge auf dem Tisch liegen: einen, für ein klassischen Trainee-Programm in der Nähe meiner Heimatstadt. Und einen anderen, für eine operative Leitungsfunktion in einem Werk in Italien. Bei letzterem kam erschwerend hinzu, dass ich von dem Ort, in dem sich das Werk befand, noch nie in meinem Leben gehört hatte, geschweige denn, dass ich schon dort gewesen wäre.

Das Bewerbungsgespräch hatte in Deutschland mit dem italienischen Geschäftsführer stattgefunden. Nicht nur, dass ich als frischgebackene Absolventin von der Aussicht sofortiger Führungsverantwortung eingeschüchtert war, wie würde es sein, ganz alleine, ohne Freunde, ohne Familie plötzlich in der Po-Ebene zu sitzen?

Zudem, wir sprechen vom Jahr 1995, niemand hatte ein Handy, das Internet war quasi noch bedeutungslos und nur wenige Menschen besaßen eine E-Mailadresse. Aber abends im Bett dachte ich mir, ist das nicht auch eine unglaubliche Chance und ein riesiges Abenteuer? Wer von deinen Freunden, insbesondere von den Freundinnen, hätte den Mut alleine nach Italien zu gehen? Und was, wenn ich nie wieder so eine Chance bekommen würde später in meiner Karriere?

Mir fiel ein Zitat von Coco Chanel ein:

Ich bereue nichts im Leben, außer das, was ich nicht getan habe.

Die Entscheidung für Italien und das Abenteuer war gefallen. Es war eine ziemliche Herausforderung, beruflich und privat, denn erst dort habe ich erkannt wie lange so ein Wochenende sein kann, wenn man niemanden vor Ort kennt. Ohne vorgreifen zu wollen, ich hätte damals ein Tool wie ‚womenected‘ verdammt gut brauchen können. Aber bis heute bin ich stolz auf die selbstbewusste junge Frau, die sich das alles einfach selbst zugetraut hat. Durch viel Engagement und Herzblut habe ich nicht nur den Job gemeistert, sondern mir einen bis heute wunderbaren Freundeskreis über Grenzen hinweg aufgebaut hat.

Mit Ende Vierzig, bereit für ein neues Abenteuer

Viele Jahre später, nach verschiedenen Managementpositionen in internationalen Unternehmen und mehr als einem Jahrzehnt als selbstständige Unternehmerin, hat mich meine jetzige Geschäftsidee gefunden. Lustigerweise wieder in Italien, auf einer Geschäftsreise in Mailand. Mangels Begleitung saß ich abends alleine in einem Restaurant und starrte auf mein Smartphone.

Und ich dachte – ich könnte mir jetzt binnen Minuten eine ‚Love Affair‘ organisieren. Aber gibt es eigentlich auch eine smarte App, um Frauen zu vernetzen? Es gibt doch sicher viele andere Frauen, die genau heute Abend in Mailand sitzen und sich einfach einen anregenden Gesprächspartner wünschen? Über fachliche Themen oder über Kunst, Kultur oder das Leben? Auf Italienisch Deutsch, Englisch, was auch immer? Und plötzlich begann es in meinem Kopf zu rattern…

In den nächsten Wochen habe ich viel recherchiert, um eine Plattform zu finden, die meinen Bedürfnissen entsprach. Ich wollte etwas schaffen, mit dem ich mich auch in Sachen Privatsphäre und Datenschutz wohl fühlen würde. Klar nutze auch ich die bestehenden sozialen Netzwerke. Aber würde ich hier veröffentlichen, dass ich in zwei Wochen alleine in Berlin sein würde? Würde ich ein Business-Lunch mit anderen inspirierenden Frauen suchen? Da meine Suche erfolglos blieb, habe ich angefangen in über die mögliche Umsetzung und ein Geschäftsmodell nachzudenken.

Auf dem Weg hatte ich das Glück, eine der wenigen weiblichen Business Angel zu finden, die sich für meine Idee begeistert hat. Jetzt bereiten wir gerade die zweite Finanzierungsrunde vor und sprechen mit weiteren Investoren, um das Wachstum aktiv zu gestalten.

Frauen über Grenzen hinweg verbinden

Vielleicht habe ich mit womenected genau die Plattform erfunden, die ‚mein junges ich‘ damals vermisst hatte. Es bietet Möglichkeiten in einer sicheren Community passende Begleitung für private Unternehmungen zu finden. Man kann eine Mentorin für Karrierefragen suchen und zum spannende Netzwerkveranstaltungen unterschiedlichster Art entdecken. Quasi eine Suchmaschine, mit der jede Frau, jederzeit, für einen bestimmten Tag ganz unterschiedliche Angebote finden und selbst einstellen kann. Gleichzeitig ist es ein Networking-Tool, das bestehende Netzwerke und Organisationen intern in geschlossenen Gruppen einsetzen können, um sich untereinander zu vernetzen.

Die Idee hat mich vor allem deshalb nicht mehr losgelassen, weil sie perfekt zu meinen persönlichen Werten passt. Sie unterstützt meinen Wunsch, anderen Frauen zu mehr Unabhängigkeit und Erfolg zu verhelfen, wunderbar unterstützt. Ich denke, wir sollten endlich aufhören uns gegenseitig als Konkurrenz zu betrachten und uns stattdessen gegenseitig weiterbringen und unterstützen. Denn wir sind viele, wir sind klug und vielseitig.

Die Veränderungen, die wir uns in Sachen Chancengleichheit und Erhöhung des Anteils weiblicher Führungskräfte wünschen, können von uns ganz wesentlich vorangetrieben werden.

Mein Fazit: Think Big!

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Auch Du hast endlich Lust das Neue zu wagen? Dann sei dabei im Workshop, 30. Juli und lass Dich von Leonie von Hase (Miss Germany 2020) coachen wie Du schon morgen Veränderungen effektiv anpacken kannst!

Im Rahmen der #supporther Academy, powered by COSMOPOLITAN hast Du die Möglichkeit alle Experten nach Tipps zu fragen, um Dein Leben selbst zu gestalten. Gemeinsam mit Change-Expertin Susanne Westphal & Moderatorin Svenja Lassen bringen wir Dich zusätzlich mit interaktiven Übungen ins Tun. Wir freuen uns zu hören, was Dich bewegt!

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