limitless: Das einzige Limit bist du selbst

Foto: © Stefanie Kresse

Wie ich ohne Ahnung von IT ein erfolgreiches Tech-Startup gegründet habe

Die Psychologin Kathrin Krönig über ihre Erfahrung mit dem Motto limitless

Ich bin Psychologin und Coach. Ganz analog. Das dachte ich jedenfalls immer über mich. Nichts ist für mich schöner als daran Teil haben zu dürfen, wie Menschen über sich hinauswachsen.

Anfang 2015 kam mir der Gedanke: Was wäre, wenn jeder einen Coach haben könnte?! Einen digitalen. Den Coach in der Hosentasche, der mich motiviert, mir Hilfestellung leistet und mir schlaue Fragen stellt. Und so wurde der Gedanke für eine Coaching-App geboren.
Der Haken war nur: Mein Mitgründer und ich, wir hatten beide keinerlei Erfahrung mit Software. Ich konnte meinen Computer an und ausschalten, das war’s.

Mit diesen Tipps schaffen Sie limitless umzusetzen

Spulen wir mal knapp vier Jahre vor: Unser Unternehmen Intao hat mittlerweile 8 Mitarbeiter, eine Investmentrunde hinter sich und wir laufen mit großen Schritten den schwarzen Zahlen entgegen. Ich bin Geschäftsführerin eines Tech-Startups, werfe mühelos mit Begriffen wie Github, Repository, React Native oder Material-UI um mich und weiß sogar, was ich da sage.

Die folgenden vier Tips sind für alle, die auch Lust haben, etwas Großes zu tun, das außerhalb ihrer Komfortzone liegt:

limitless: Die Frage ist nicht ob, die Frage ist wie

Anfangs haben wir durchaus die Frage gestellt, ob das, was wir vorhaben, überhaupt möglich ist. Kann man eine komplexe Software bauen, wenn man keine Ahnung von der Materie und auch kein großes Startkapital hat? Bis wir gemerkt haben: Die Frage an sich kreiert eine Barriere. So lange du dich fragst, ob es geht, denkst du über die Antwort nicht hinaus. Die Frage muss lauten: Wie kann ich meinen Traum verwirklichen?

Wähle sehr genau, auf wen du hören willst

Ich weiß nicht wie oft ich anfangs Menschen gegenüber gesessen habe, die zweifelnd den Kopf geschüttelt haben. Der Satz “Ohne technischen Mitgründer könnt ihr das vergessen” klingt mir noch immer in den Ohren. Experten wissen in manchen Bereichen vielleicht mehr als du, sind aber auch in ihrer Erfahrungswelt gefangen. Bloß weil jemand anders sagt, es geht nicht, heißt das nicht, dass das auch wahr ist.

Ängste werden nicht gefüttert. Punkt. #limitless

„Ich weiß nicht, ob ich das hinkriege.”, ”Ich habe Angst zu scheitern.”, „Was ist, wenn uns das Geld ausgeht?”. Das sind alles legitime Bedenken. Ängste, Zweifel und Unsicherheit gehören zu jedem Abenteuer. Die Herausforderung besteht darin, sie nicht zu füttern. Zu häufig über Ängste zu sprechen, stachelt sie eher an als dass es sie beruhigt. Mein Rat: Nimm sie einfach hin, atme über sie hinweg und dann sprich darüber wie es sein wird, wenn du das erreicht hast, was du dir vorstellst.

Natürlich gehört Lernen dazu

Irgendwie haben wir ab einem bestimmten Alter den Anspruch an uns selbst, die Antworten kennen zu müssen. Gerade in Bereichen, in denen du noch kein Vorwissen hast, sind die Antworten aber nicht offensichtlich. Kein Grund zur Panik. Nach und nach ergibt sich auch in neuen Bereichen immer mehr ein Gesamtbild und bei der nächsten Frage greifst du schon auf dein Vorwissen zurück.

Über die Autorin:
Kathrin Krönig ist Psychologin und Coach und seit 2017 Geschäftsführerin des E-Learning Startups Intao. Sie lebt und arbeitet in Berlin. //  Mehr zu Intao finden Sie hier: www.intao.io

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