“Ich liebe es die Neue zu sein”

“Ich liebe es die Neue zu sein”

Fabiola Weber

Im Rahmen der #supporther Academy, powered by COSMOPOLITAN, haben wir mit Top Talent Fabiola Weber über den richtigen Mindset gesprochen, um mit Veränderungen umzugehen.

Wir sind fasziniert von der Willensstärke, der Offenheit und dem Antrieb der 20 Jährigen. 2019 wurde Fabiola durch die Initiative Top Talents Under 25 zu einem der Top Talents, der Kategorie Management gewählt. Trotz ihren jungen Alters, schafft sie es nicht nur herausragende schulische & universitäre Leistungen zu managen, sondern auch ein Leben voller Veränderungen. Im Folgenden erklärt sie der #supporther Academy, powered by COSMOPOLITAN, wie wichtig der richtige Mindset ist, um mit Veränderungen erfolgreich umzugehen. .

Mit meinen bescheidenen 20 Jahren habe ich bereits 7 Umzüge, 5 unterschiedliche Schulen, 4 Universitäten und 6 Praktika meistern müssen. Das alles geschah in 4 unterschiedlichen Ländern. Neben meiner Zeit in der Oberstufe, habe ich zudem begonnen Jura zu studieren, um meinem Willen nach neuen Herausforderungen nachzugehen.

Wenn Menschen diesen Teil meiner Geschichte hören, führt das oft zu der Assoziation, ich sei schon immer weltoffen und abenteuerlustig gewesen. So als sei der Mut zur Veränderung etwas Gottgegebenes, das entweder angeboren ist oder nicht. Das halte ich für eine gelungene Ausrede, um sich selbst glaubhaft zu mache. Man könne oder müsse nichts an der eigenen Situation verändern. Man ist „einfach kein experimentierfreudiger oder einfach ein geradliniger Mensch“.

Für mich war es ein Leidensweg Mut zu unkonventionellen Wegen in mir selbst zu finden.

Ich musste die Angst vor Veränderungen lernen zu verlieren: Ich war immer wieder „die Neue“, entrissen von allem, was ich kannte und ohne lokale Unterstützung.

Früher war ich zudem sehr schüchtern und bin erst offener geworden, nachdem ich gezwungenermaßen zum vierten Mal „die Neue“ war. Mit mehr Erfahrung entwickeln wir eine Routine in unbekannten Szenarien. Ich liebe es seit dem neu zu sein, da dies bedeutet: Ich lerne heute etwas Unbekanntes von jemand Unbekanntem und bekomme die Möglichkeit eines Neuanfangs. Ein neuer Weg bietet mir Abwechslung und die Chance mich immer wieder selbst zu finden, zu erfinden oder zu verbessern.

Es gibt viele Ansätze mehr Bereitschaft und Mut zu neuen Wegen zu finden, allerdings möchte ich meine drei essenziellen Erfahrungswerte hervorstellen.

Tipp 1: Planung & Motivation

Wenn wir vor Veränderungen stehen, neigen wir oft dazu neu gewagte Schritte in Frage zu stellen. Unsere Gedanken werden dominiert von den furchtbarsten Szenarien und Gedanken darum, was das Schlimmste ist, das uns passieren kann. Solche negativen Gedanken verwende ich zur besseren Organisation meiner Veränderungen. Diese negativen Szenarien machen uns auf Fehler in unserer Planung aufmerksam und helfen es kritische Blickwinkel auf die eigenen Pläne einzunehmen. Allerdings laufen wir so Gefahr „Overthinking“ zu betreiben und uns mit negativen Gedanken zu verunsichern.

Deshalb versuche ich aufmerksam mit negativen Szenarien umzugehen. Dabei will ich aktiv reflektieren, welche Horrorszenarien ich produktiv nutzen kann, um mehr Faktoren in meinen Plänen zu beachten. Ebenso funktioniert das darauf zu achten, welche Szenarien mich unkonstruktiv beeinflussen. Genauso sollten wir uns jedoch mit den Idealszenarien auseinandersetzen.

Vor einem neuen Weg stelle ich mir somit auch die Frage „Was ist das Beste, das mir passieren kann?“.

Die Antworten auf diese Frage schreibe ich mir sorgfältig auf, um in Momenten des Zweifelns Inspiration und Motivation zu finden und mich selbst daran zu erinnern, weshalb ich einen neuen Weg eingeschlagen habe.

Top 2: Wahre Gründe für Ängste erörtern

Verspüre ich Furcht oder kann ich mich nicht überwinden eine Veränderung in die Tat umzusetzen, hinterfrage ich kritisch, was mich so sehr zögern lässt. Einerseits kann dies die negative Meinung anderer sein zu dem Weg, den ich einschlagen möchte. Grundsätzlich reflektiere ich deshalb, ob die Person rationale Einwände vorlegt oder – bewusst oder unbewusst – aus emotionalen Motiven handelt. Einwände von Personen, die tiefe persönliche Bindungen zu uns haben, können unglaublich hilfreich sein, um die gewünschte Veränderung kritisch zu beleuchten. Solch eine Reflexion ist gut und richtig, solange man eigene Träume und Wünsche nicht gleich beerdigt. Eltern, Partner, Freunde und Kollegen haben oft unterschiedliche Wahrnehmungen des eigenen Charakters und Lebens und zudem emotionale Faktoren, die sie beeinflussen.

Stelle ich nach meiner Reflexion fest, dass ich die Ratschläge eines anderen nicht als rational oder in meinem Interesse betrachte, beginne ich achtsam meine eigenen Gedanken und Gefühle herauszufiltern.

Vielen Menschen hilft es mit Meditation oder weiteren Entspannungsmethoden achtsamer zu werden, um mich selbst verstärkt wahrzunehmen. Um in meine Gedankenwelt abzutauchen nutze ich jedoch Musik.

Unsere Zweifel sind allerdings oft nicht nur zurückzuführen auf die Meinung anderer, sondern auch auf eigene Angst und Unsicherheit. Dabei unterscheide ich zwischen zwei Ängsten: Der Angst vor den möglichen Konsequenzen und der Angst vor Veränderung und Überwindung.

Viele neue Wege bergen Risiken. Dft setzen wir Beziehungen und beruflichen Fortschritt aufs Spiel. Wer bedeutende Entscheidungen trifft, ohne sich mit möglichen Gefahren zu konfrontieren, fällt schnell in ein Loch, falls nicht alles stringent nach Plan verläuft.

Deshalb ist es essenziell einen Notfallplan zu kreieren, wenn ein neuer Weg den gewünschten Effekt nicht erzielt oder die eigene Situation nicht verbessert.

Dies kann sowohl eine offene Tür in den alten Berufszweig oder eine weitere Veränderung sein, als auch der Rückhalt von Familie, Partner oder Freunden. Ein solcher Notfallplan kann die benötigte Sicherheit geben. Zusätzlich kann er aber auch deutlich hervorbringen, dass eine gewisse Veränderung unverhältnismäßig viel riskiert. Es kann einen feststellen lassen, dass man lieber eine andere Veränderung in Angriff nimmt. Es ist zu jeder Zeit in Ordnung einen neuen Plan zu verwerfen!

Die andere Art der Angst, die ich differenzieren möchte, ist die der Selbstüberwindung.

Man kann eine wunderbare Struktur für eine Veränderung ausarbeiten und einen Notfallplan erstellen. Und trotzdem kann man wie gelähmt vor Angst werden, wenn es um die Umsetzung eigener, neuer Ideen geht. Der erste Schritt dabei ist die Erkenntnis, dass es sich um eigenes „Overthinking“ handelt. Dies betrifft meist einen allgemeinen Erfolgsdruck oder generelle Angst vor Veränderungen. Meiner Erfahrung nach sucht man häufig jedoch bereits gar nicht nach neuen oder unkonventionellen Wegen, wenn man diese Gefühle verspürt. Vielmehr versucht man die unglückliche Situation auszusitzen. Um gegen diese Angst anzukommen, möchte ich meinen dritten Tipp vorstellen.

Tipp 3: Selbstüberwindung im Alltag

Sowohl im beruflichen, als auch im privaten Umfeld bieten sich reichlich Gelegenheiten aus der eigenen Komfortzone in unterschiedlichen Intensitäten auszubrechen. Eine größere Veränderung bedeutet meist einen Sprung aus der eigenen Komfortzone. Dieser Schritt fällt leichter, wenn man sich mit diesem Gefühl vertraut gemacht hat.

Auch hier gilt das Motto: „Übung macht den Meister.“

Zu meiner besonders schüchternen Zeit hatte ich Angst davor mit Fremden eine Konversation zu beginnen. Vor allem, wenn diese mich kennenlernen wollten und dann persönliche Details erfragten. Für mich hat der Fortschritt damit begonnen mich im Alltag zu überwinden einem Fremden auf der Straße ein Kompliment zu seinen Schuhen zu machen, bis hin zur ausgereiften Konversation mit meinen Sitznachbarn in der Straßenbahn. Geholfen hat mir dies später vor allem beim Networking. Dort gibt man immer wieder persönliche Details preis und beginnt häufig das Gespräch. Allerdings steigt im beruflichen Umfeld der innerliche Druck sehr im Vergleich zu öffentlichen Orten.

Besonders, wer eine andere Karriere einschlagen möchte, jedoch Probleme mit Veränderung hat, kann diese Strategie auch innerhalb der Firma verwenden. Einer Kollegin oder einem Kollegen aus einer anderen Abteilung kann genauso ein schöner Arbeitstag gewünscht werden. Der Nebentisch in der Kantine kann auch voller Gesprächspartner stecken. Wichtig ist nur, dass man den Schritt aus der Komfortzone regelmäßig wagt, bis man beginnt sich einen größeren Schritt zuzutrauen.

Wir sind gerüstet mit unserer Einstellung für die notwendige Anpassung. Oder auch dem Bewusstsein von den Veränderungen ggf. profitieren zu können, wenn wir „Change“ nicht als Bedrohung betrachten, sondern für uns im Kopf versuchen diesen positiv zu besetzen.

Nicht jeder muss es lieben irgendwo oder irgendetwas neuanzufangen oder sich zu verändern. Ich bin jedoch der Überzeugung, dass sich niemand selbst eine positive Veränderung vorenthalten sollte auf Grund seiner Ängste.

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Möchtest auch Du lernen, wie Du Deine Überzeugungen erfolgreich kommunizierst, sei es Firmenintern, in der Selbstständigkeit oder vor Freunden & Familie? Dann sei dabei im Workshop, 27.August und lass Dich von Jennifer Baum (Gründerin Gitti Conscious Beauty) coachen wie Du schon morgen Veränderungen effektiv anpacken kannst!

Im Rahmen der #supporther Academy, powered by COSMOPOLITAN bieten wir Dir ein Coaching um Dein Mindset für Veränderungen zu optimieren & kommunizieren. Im Workshop hast Du die Möglichkeit alle Experten nach Tipps zu fragen. Gemeinsam mit Coach Svenja Lassen & Gründerin Leonie Moos bringen wir Dich zusätzlich mit interaktiven Übungen ins Tun. Wir freuen uns zu hören, was Dich bewegt!

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