So sparst Du richtig

So sparst Du richtig

Margarethe Honisch

Im Rahmen der #supporther Academy, powered by COSMOPOLITAN, haben wir mit Finanzexpertin Margarethe Honisch, Gründerin von fortunalista über nachhaltige Sparpläne gesprochen. Dabei hat sie uns nicht nur über die 3 größten Denkfehler aufgeklärt, sondern uns auch noch die Tipps der SMART Methode verraten.

Als ich angefangen habe zu sparen, hatte ich große Wünsche: Ich wollte so schnell wie möglich ganz viel Geld zusammensparen. Den Monat über sparsam leben und das, was am Ende übrig bleibt auf ein Sparbuch überweisen.

Allein darin sind drei große Denkfehler:

  1. Es macht niemanden Span den Monat über sparsam zu leben und niemand hält es lange durch
  2. Man spart am Anfang des Monats und nicht am Ende des Monats, wenn meist eh nichts mehr übrigbleibt
  3. Das Sparbuch hat ausgedient: Heutzutage wird auf dem Tagesgeldkonto gespart.

Damit du nicht wie ich damals frustriert bist und im schlimmsten Fall aufgibst, verrate ich die hier meine Tipps und Learnings, mit denen du erfolgreich sparen kannst.

1.  ZIELSETZUNG NACH DER SMART-METHODE

Gehe bei deiner Zielsetzung nach der SMART-Methode vor. So hast du deinen Plan immer vor Augen und bleibst motiviert. Die SMART-Methode funktioniert ganz einfach.

S = spezifisch: Deine Ziele sollten klar definiert sein. Am besten du hast auch schon ein Bild im Kopf, was du mit deinem angesparten Geld machen möchtest. Definiere dein Ziel so konkret, dass es keine Interpretationsmöglichkeiten gibt. Dein Ziel muss also so definiert sein, dass auch eine dritte Person, die dich nicht kennt, sofort versteht, was du meinst.

M = messbar: Nimm dir nicht einfach vor: Ab heute spare ich Geld. Setz dir ganz konkrete Ziele, wie z.B.: in einem Jahr möchte ich 2.000 Euro gespart haben. Mit einem klaren Ziel vor Augen, spürst du, wie du mit jedem gesparten Euro dich deinem Ziel näherst – und das motiviert unheimlich in schwachen Zeiten.

A = attraktiv: Was treibt dich an? Was ist dein großes Ziel? Hier solltest du etwas definieren, dass dich auch in schwachen Zeiten motiviert am Ball zu bleiben. Es ist egal, was es ist: Möchtest du eine Weltreise machen? Möchtest du eine Immobilie kaufen? Oder möchtest du für dein Alter vorsorgen? Es ist dein Ziel und es muss für dich allein attraktiv sein.

R = realistisch: Wenn du 2.000 Euro netto verdienst und Ausgaben in Höhe von 1.200 Euro hast, ist es sehr unrealistisch, dass du 5.000 Euro im Jahr sparen kannst. Man muss ja schließlich auch von etwas leben – und zwar nicht nur von Toast mit Käse. Dein Ziel sollte erreichbar sein, aber auch eine kleine Herausforderung. Mach es dir nicht zu einfach und nicht zu schwer.

T = terminiert: Setz dir ein Limit. Genauso wie dein Ziel messbar sein sollte (z.B. 2.000 Euro) sollte es auch ein Ablaufdatum haben. Auch hier solltest du schauen, dass du nicht zu weit in die Zukunft denkst (in 30 Jahren) und auch nicht zu eng (in zwei Monaten). Sei nicht zu streng zu dir, aber auch nicht zu locker, da in beiden Fällen die Motivation schnell sinkt.

2.  DENKE IN ETAPPEN

Wenn du dir im Januar vornimmst, bis zum Ende des Jahres 2.000 Euro gespart zunähen klingt es nach viel und es klingt weit weg. Weihnachten war teuer, da muss erst einmal das Minus auf dem Konto ausgeglichen werden. Und dann ist ja Frühling und ein paar neue Kleider müssen her. Reicht ja auch, wenn du Mitte des Jahres anfängst. Ausreden zur Prokrastination gibt es zu genüge. Daher solltest du in Etappen denken.

Setz dir ein Sparziel für jedes Quartal. Bei 2.000 Euro Jahresziel musst du 500 Euro im Quartal gespart haben. Jedes Mal, wenn du dein Quartalsziel erreicht hast, gibt es dir neue Motivation und ein gutes Gefühl beim Blick auf dein Konto!

3.  SCHREIB DEINE ZIELE AUF

Ich hätte selbst nie geglaubt, welche Wirkung die Verschriftlichung meiner Sparziele hat. Zunächst waren ja alles nur in meinem Kopf d könnte jederzeit ganz schnell an die Umstände und meine Launen angepasst werden.

2.000 Euro Jahresziel? Ach ne, ich mach einfach mal 1.500 Euro, das reicht mir auch.

Im Kopf lässt sich so etwas schnell schönreden, umschreiben und Umdenken. Aber versucht es mal, wenn ihr eure Ziele auf Papier geschrieben habt. Die Hemmschwelle ist wirklich um ein Vielfaches größer, denn den Stift rauszuholen und seine Träume und Ziele einfach durchzustreichen ist nicht nur eine mentale Hürde, sondern auch eine aktive. Schreib dein Ziel auf und auch deine Etappenziele auf ein Blatt Papier und leg es in dein Portemonnaie.

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Der Afterwork @ Wohnzimmer Workshop zum Thema Finanzplanung hat Dein Interesse geweckt? Die #supporther Academy, powered by COSMOPOLITAN unterstützt Dich auch gerne weiterhin wenn es um nachhaltige Sparpläne geht.

Unsere Empfehlung:

Easy Money, Margarethe Honisch

Was du in diesem Buch erfährst:

Margarethe Honisch
  • Warum es okay ist, nach Geld zu streben, und dass du dadurch trotzdem keine Karmapunkte einbüßt!
  • Wie du deine Vermögensplanung selbst gestaltest, ohne die maroden Räume deiner ortsansässigen Sparkasse betreten zu müssen. ·
  • Warum du manchmal Sachen kaufst, die du nicht brauchst, für Geld, das du nicht hast – und wie du dies änderst.
  • Welche Versicherungen du wirklich brauchst und welche Versicherungsvertreter du gemeinsam mit den Zeugen Jehovas davonjagen solltest.
  • Warum Aktien nicht gefährlich sind und wie auch du easy mit ihnen handeln kannst.
  • Wie du dein Geld investieren kannst, ohne deine ganze Freizeit dafür zu opfern.
  • Wie du dich selbst überlistest und nicht auf die bösen Psychofallen an der Börse hereinfällst.

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